Lolo Tatay: Ich war PFLEGER
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tredition GmbH
An der Strusbek 10
22926 Ahrensburg
Das Buch erscheint als:
Softcover ISBN 978-3-347-72710-6 € 21,00
Hardcover ISBN 978-3-347-72712-0 € 30,00
E-Book ISBN 978-3-347-72713-7 € 19,99
Großschrift ISBN 978-3-347-72714-4 € 22,00
Lolo Tatay: Ich war PFLEGER
Nach mehr als vier Jahrzehnten Schwerarbeit in der Altenpflege hält Lolo Tatay Rückschau auf seine berufliche Vergangenheit, erzählt Anekdoten, Erlebnisse, Erfahrungen, Unglaubliches, Niederträchtiges und vieles mehr aus seinem Pflegerleben.
Er schildert anschaulich seinen Werdegang von seinen Anfängen als Vorpraktikant bis hin zum Erreichen des Renteneintrittsalters.
Der Autor erklärt seine Beweggründe, warum er entgegen seiner früheren Vorsätze, sich nicht mehr dem gnadenlosen Verriss auszusetzen, doch noch ein weiteres Buch über die Altenpflege geschrieben hat.
Neben Ideen und Wünschen bietet er auch einige Lösungen an, wie die Altenpflege der Zukunft für alle fair und menschenwürdig gestaltet werden könnte.
Leseprobe
Ich bin Rentner – endlich!
Irgendwie kann ich es noch gar nicht so recht fassen, aber es ist wahr.
45 Jahre Berufsausbildung und Arbeit liegen hinter mir. 38 Jahre davon war ich in der Pflege tätig. Ich habe eine so lange Zeit hinter mir gelassen, während der ich mich durch alle Höhen und Tiefen der Altenpflege gekämpft habe.
Viele andere, die diesen Berufszweig gewählt hatten, sind schon nach wenigen Jahren wieder frustriert ausgestiegen, weil sie den Druck und die Umstände, die in der Altenpflege vorherrschen, nicht ausgehalten haben. Ich bin anscheinend einer der wenigen, die ihr Ding bis zum Ende durchgezogen haben.
Ich will mir all die wunderbaren Erlebnisse, aber auch die vielen Enttäuschungen, Ängste und die Verzweiflung noch einmal ins Gedächtnis zurückrufen, um dann endlich loslassen und damit abschließen zu können.
Wenn berühmte Persönlichkeiten ihre Memoiren schreiben, ist das meist ein Zeichen dafür, dass sie an Bedeutung verloren haben oder aber alt sind – oder beides.
Vielleicht mutet es auch etwas eingebildet an, wenn ich mich nun auch diesem erhabenen Kreis anschließe und eine Rückschau auf mein Leben als Altenpfleger zu Papier bringe.
Manches will und kann ich einfach nicht unerwähnt lassen, bevor es meine Seele sprengt.
Ich darf nicht schweigen.
Altenpflege war – und ist es grundsätzlich immer noch – mein Traumberuf.
Allerdings musste ich schon sehr bald feststellen, dass die Begleitumstände, die ich in meiner Laufbahn vorgefunden habe und die Art und Weise, wie ich gezwungen war, diesen Beruf auszuüben, rein gar nichts mehr mit dem zu tun hatten, was ich während meiner Ausbildung gelernt hatte und entsprachen (und entsprechen) schon gar nicht meinen persönlichen Grundsätzen und Wertvorstellungen.
Ich gebe zu, ich war am Ende meiner aktiven Arbeitszeit müde, erschöpft, ausgebrannt und völlig ausgelaugt.
Ich hatte kaum mehr Kraft, mich gegen all die Widerstände zu stemmen, die sich mir entgegenstellten.
Es war höchste Zeit für mich, die „Pflegewelt“ zu verlassen, da körperliche und seelische Schäden aus dieser Tätigkeit immer öfter und mit immer schwererem Verlauf auftraten.
Vielen Dank all den Menschen, die mich mit guten Wünschen und Gedanken durch die Zeit begleitet haben...
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